Laufen im Regen – Just Run!

Laufen im Regen ist eine Sache, zu der man sich wirklich überwinden muss. Der Wind fegt ums Haus, Regen oder Schneematsch auf den Straßen und eigentlich ist es auf dem Sofa, eingekuschelt in eine Decke, wirklich sehr gemütlich. Aber mit der richtigen Laufbekleidung ist es egal, wie das Wetter ist: Laufen ist immer schön. Also Laufsachen an und los!

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung

Nasses und kaltes Wetter stellt wirklich hohe Ansprüche an die Laufbekleidung. Schließlich will man nicht frieren und auch nicht zu nass werden. Man muss aber auch bei ungemütlichem Wetter darauf achten, dass man sich nicht zu warm anzieht, damit man nach dem Einlaufen nicht zu sehr ins Schwitzen kommt. Auch jetzt gilt die Regel: Die Kleidung so wählen, dass man beim Start ein klein wenig fröstelt! Die Körperwärme, die beim Laufen entsteht, muss abgeführt werden können. Schweißdurchtränkte Kleidung, die am Körper klebt, wird sehr unangenehm. Außerdem verbraucht der Körper mehr Energie, um mit der Körperwärme klarzukommen. Das ist vergleichbar mit dem Laufen bei sehr starker Hitze im Sommer. Von vornherein klar ist: Kleidung aus Baumwolle ist absolut ungeeignet für ein Lauftraining, egal bei welchem Wetter, aber bei Regenwetter besonders.

Warum? Baumwolle ist eine Faser, die in der Lage ist, bis zu 40% ihres Eigengewichtes an Wasser aufzunehmen, egal ob das nun Schweiß oder Regen ist. Wer sich vor Unterkühlungen und einer daraus resultierenden Schwächung des Immunsystems schützen will, sollte die Baumwollkleidung lieber zu einem anderen Anlass tragen. Beim Laufsporttraining sollte man ausschließlich Kleidung aus Funktionsfasern wählen, die den Schweiß vom Körper wegtransportieren.

Bei nassem Wetter sollte man daher besonderen Wert auf die richtige Laufbekleidung legen. Sie sollte so wenig wie möglich Feuchtigkeit aufnehmen, um einen durch Schweiß entstehenden Nässefilm auf der Haut zu vermeiden.

Richtig Anziehen – aber wie?

Sobald die Tage kürzer und die Temperaturen kälter werden, hat sich das sogenannte „Zwiebel-Prinzip“ bewährt. Hier übernehmen mehrere Schichten der Funktionskleidung spezielle Aufgaben.

  1. Schicht: Sie liegt direkt auf der Haut und sorgt dafür, dass der Schweiß möglichst schnell vom Körper weggeführt wird.
  2. Schicht: Hier wird der Wasserdampf der ersten Schicht aufgenommen und weiter nach außen getragen.

Je nachdem, welche Wind- und Temperaturverhältnisse sind/herrschen, braucht man noch mehr Bekleidungsschichten für die Wärmeisolierung. Die äußerste Schicht übernimmt im Winter eine Jacke, die abhängig von der Wetterlage eine wind- und / oder wasserabweisende Funktion hat.

[instagram_embedding url=”https://www.instagram.com/p/BEypQ8xhrmx/” color=”#eeeeee” text_color=”#8e8e8e”]

Regenjacke – ja /nein?

Da scheiden sich die Geister. Eine Regenjacke, die auf der einen Seite wasserabweisend ist, hat das Problem, dass sie den entstandenen Wasserdampf innerhalb der Jacke nur bedingt nach außen transportieren kann. Das heißt eine Regenjacke ist beim Laufen immer ein Kompromiss zwischen Wasser abweisender Funktion auf der Außenseite und der Funktion, den Schweiß nach außen zu lassen. Es gibt kaum eine Regenjacke, die optimal gegen Regen schützt und den durch einen schnellen Lauf entstehenden Wasserdampf/Schweiß ausreichend nach außen führen kann. Daher greifen viele Läufer lieber zu einem Zusatz-Shirt und einer eher leicht wasserabweisenden Laufjacke. Wichtig ist am Ende, dass der Läufer nicht anfängt zu frieren, denn das kann neben einer Erkältung auch noch Zerrungen der Muskeln zur Folge haben.

Welche Laufschuhe sollte man tragen?

Bei starkem Regen sind die Laufschuhe meist schon nach ein paar Schritten so sehr mit Wasser gefüllt, dass man das Gefühl hat, man patscht barfuß durch die Pfützen. Wer das nicht mag, sollte auf Laufschuhe mit einer Goretex-Membran zurückgreifen, meist sind Trailrunningschuhe dann die erste Wahl. Diese Schuhe halten die Füße von außen trocken und warm. Was ideal für die kalte Jahreszeit ist, kann im Sommer bei warmen Temperaturen schnell zur Sauna im Schuh werden. Das dichte Außenmaterial des Trailrunningschuhs kann im Sommer bei warmen Temperaturen oftmals den Schweiß nicht optimal nach außen tragen.

Der Vorteil von Trailrunningschuhen ist die griffige Sohle. Besonders querfeldein und im Schnee hat man durch die grob strukturierte Sohle einen sichereren Tritt. Der höhere Schaft und die stabileren Obermaterialien geben dem Fuß einen besseren Halt. Das Obermaterial ist weniger luftdurchlässig, was zu schön warmen Füssen führt, was besonders im Winter sehr angenehm sein kann.

run-rain1

Einen warmen Kopf behalten

Auch wenn man es beim Laufen oft gar nicht so bewusst wahrnimmt, über den Kopf geben wir bis zu 30% unserer Körperwärme ab. Man sollte besonders im Winter bei Regen, Schnee oder kaltem Wind darauf achten, dass der Kopf und die Ohren ausreichend geschützt sind. Eine dünne Laufmütze in Kombination mit einer Schirmmütze verhindert, dass man am Kopf friert, und sorgt dafür, dass es nicht direkt ins Gesicht regnet.

 

 Bilder:

www.instagram.com/goreapparel/

photo credit: (30/366) Regen, veel regen (57/365) [in explore] via photopin (license)

Menü